Giuli, Trüffelhund, Teammitglied Cher Pierre, schlafend im Gras, ein Schild Trüffeljagd und Trüffeldattelperle mit Sekt

La Chasse aux Truffes: Trüffelsuche mit Blick ins Enztal

22. August 2026

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Im Juli war Michael Fritz von den Badischen Neuesten Nachrichten bei einer unserer Trüffelsuchen dabei – auf ehemaligen Weinbauflächen mit Blick ins Enztal. Herausgekommen ist eine Reportage, die ziemlich genau trifft, worum es bei „La Chasse aux Truffes“ geht: Es ist kein Schaulaufen, sondern eine echte Suche. Was Giuli anzeigt, wird ausgegraben – und an diesem Tag waren das gut 500 Gramm.

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La Chasse aux Truffes: Trüffelsuche mit Blick ins Enztal

Auf ehemaligen Weinbauflächen bei Mühlhausen werden Trüffel angebaut / Besucher können sich an der Suche beteiligen

Von Michael Fritz

Mühlacker. Giuli liegt faul im Schatten eines Haselnussstrauchs, während ihr Frauchen in angeregte Gespräche mit ihren Gästen vertieft ist. Nichts deutet darauf hin, dass die sechsjährige Hündin in nächster Zeit noch aktiv werden könne. Aber Juliette Descharmes führt ihre Gäste gerade in die Feinheiten der Trüffel und der Suche nach dem knollenartigen Pilz ein. Bei der anschließenden Trüffelsuche wird der Hündin der Rasse Lagotto Romagnolo eine tragende – oder besser schnüffelnde – Rolle zukommen.

Den ersten geschmacklichen Kontakt mit Trüffel erfahren die Gäste durch eine kleine aromatische Trüffeldattelperle, die in den Begrüßungssekt gegeben wird. Danach werden kleine Dinkelbrote mit Trüffelbutter, belegt mit hauchdünnen Trüffelscheiben, gereicht. Das mild-nussige Aroma des Burgunder-Trüffels in Verbindung mit dem kräftigen Butterbrot kommt bei den Besuchern sehr gut an.

Und dann geht es los – die „Chasse aux Truffes“ kann beginnen. Giuli führt die Gruppe der Trüffelsucher an, zunächst durch den Hain aus Haselnussträuchern und Hainbuchenhecken, bald aber durch dichtes Unterholz. Die Menschen gehen in die Hocke, ziehen die Köpfe ein. Die Trüffelhündin schnuppert hier und schnuppert da und beginnt schließlich, mit ihrer Pfote sanft zu graben. Ab jetzt übernimmt Thomas Schäfer. Mit einer Vanghetta gräbt er vorsichtig den ersten Trüffel aus. Der Agrarwirt zeigt den Trüffelsuchern, wie mit dieser speziellen Trüffelhacke die Trüffel schonend zutage gefördert werden. Giuli schnüffelt bereits am nächsten Haselstrauch, die Gruppe bildet einen Kreis, geht auf die Knie. Giulia Bührer gräbt mit der Vanghetta ihren ersten Trüffel aus. Freude breitet sich in der Gruppe aus.

Der Trüffel wird herumgereicht, begutachtet, beschnuppert und von Thomas Schäfer fachlich eingeordnet. Die Trüffelhündin hat inzwischen den Trüffelduft wahrgenommen, die Trüffelsucher kommen mit dem Ausgraben fast nicht hinterher. Jeder möchte einen Trüffel ernten.

Am Ende der Suche liegt eine stattliche Menge von gut 500 Gramm Trüffel auf der Waage. Bei einem Glas Grauburgunder, ausgeschenkt von der Kellerei Lembergerland aus Rosswag, geben Juliette Descharmes und Thomas Schäfer Informationen zur Welt der Trüffel, zu Herkunft und Saison. Dominik Güneri steuert Tipps zur Verwendung in der Küche bei. „Auf keinen Fall zu viel Hitze“, so sein eindringlicher Rat.

Die drei Freunde betreiben den Trüffelanbau unter dem Label „Cher Pierre“ bereits seit 2015, die erste Ernte konnte aber erst 2022 eingefahren werden. Birgit Bührer kennt „Cher Pierre“ schon länger und verwendet Trüffel in der eigenen Küche. Sie hat dieses Trüffelevent ihrer Tochter und deren Freund geschenkt, die extra aus München angereist waren. „Die Anreise hat sich auf jeden Fall gelohnt“, ist das Fazit von Giulia Bührer.

„Die Anreise hat sich auf jeden Fall gelohnt.“
Giulia Bührer, Teilnehmerin


Quelle: Badische Neueste Nachrichten (BNN) | bnn.de

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