AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der PEGASUS B2B GmbH, Gotenstraße 2, 75177 Pforzheim, Geschäftsführung: Juliette Descharmes, Dr. Dominik Güneri (im Folgenden „Anbieter“), für Verträge zwischen dem Anbieter und den in § 1 bezeichneten Kunden (im Folgenden „Kunde“) über Waren und Leistungen des Anbieters. Die AGB gelten unabhängig vom Vertriebs- und Buchungskanal – insbesondere für Verträge, die über den Webshop des Anbieters (https://cherpierre.de) oder über Vertriebs-, Erlebnis- oder Buchungsplattformen Dritter angebahnt oder geschlossen werden.
Stand: Juli 2026
§ 1 Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen
(1) Für die Geschäftsbeziehung zwischen der PEGASUS B2B GmbH (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) gelten ausschließlich die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung oder der verbindlichen Buchung gültigen Fassung. Sie gelten für Verträge über Waren und Leistungen des Anbieters unabhängig davon, über welchen Vertriebs- oder Buchungskanal der Vertrag zustande kommt – insbesondere über den Webshop des Anbieters (https://cherpierre.de) oder über eine Vertriebs-, Erlebnis- oder Buchungsplattform eines Dritten (nachfolgend „Plattform“), über die Waren, Gutscheine oder Erlebnisse des Anbieters vertrieben und beim Anbieter eingelöst oder gebucht werden. Abweichende allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(2) Der Kunde ist Verbraucher, soweit der Zweck der georderten Lieferungen und Leistungen nicht überwiegend seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann. Dagegen ist Unternehmer jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die beim Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Der Kunde kann aus dem Sortiment des Anbieters Produkte – insbesondere frische Trüffel, verarbeitete Trüffelprodukte, Zubehör, Gutscheine sowie Event-Tickets/Gruppenbuchungen – auswählen und diese über den Button „In den Warenkorb“ in einem Warenkorb sammeln. Über den Button „Zahlungspflichtig bestellen“ gibt er einen verbindlichen Antrag zum Kauf der im Warenkorb befindlichen Waren bzw. Leistungen ab. Vor Abschicken der Bestellung kann der Kunde die Daten jederzeit ändern und einsehen. Der Antrag kann jedoch nur abgegeben und übermittelt werden, wenn der Kunde durch Klicken auf den Button „AGB akzeptieren“ diese Vertragsbedingungen akzeptiert und dadurch in seinen Antrag aufgenommen hat.
(2) Der Anbieter schickt daraufhin dem Kunden eine automatische Empfangsbestätigung per E-Mail zu, in welcher die Bestellung des Kunden nochmals aufgeführt wird und die der Kunde über die Funktion „Drucken“ ausdrucken kann. Die automatische Empfangsbestätigung dokumentiert lediglich, dass die Bestellung des Kunden beim Anbieter eingegangen ist und stellt keine Annahme des Antrags dar. Der Vertrag kommt erst durch die Abgabe der Annahmeerklärung durch den Anbieter zustande, die mit einer gesonderten E-Mail (Auftragsbestätigung) versandt wird. In dieser E-Mail oder in einer separaten E-Mail, jedoch spätestens bei Lieferung der Ware, wird der Vertragstext (bestehend aus Bestellung, AGB und Auftragsbestätigung) dem Kunden auf einem dauerhaften Datenträger (E-Mail oder Papierausdruck) zugesandt (Vertragsbestätigung). Der Vertragstext wird unter Wahrung des Datenschutzes gespeichert.
(3) Der Vertragsschluss erfolgt in deutscher Sprache.
§ 3 Lieferung, Warenverfügbarkeit
(1) Vom Anbieter angegebene Lieferzeiten berechnen sich vom Zeitpunkt unserer Auftragsbestätigung. Sofern für die jeweilige Ware in unserem Online-Shop keine oder keine abweichende Lieferzeit angegeben ist, beträgt sie 10 Tage. Für frische Trüffel und andere kühlpflichtige/verderbliche Waren können abweichende Lieferfenster (z. B. Express-/Kühlversand) gelten; siehe § 9.
(2) Sind zum Zeitpunkt der Bestellung des Kunden keine Exemplare des von ihm ausgewählten Produkts verfügbar, so teilt der Anbieter dem Kunden dies in der Auftragsbestätigung unverzüglich mit. Ist das Produkt dauerhaft nicht lieferbar, sieht der Anbieter von einer Annahmeerklärung ab. Ein Vertrag kommt in diesem Fall nicht zustande.
(3) Ist das vom Kunden in der Bestellung bezeichnete Produkt nur vorübergehend nicht verfügbar, teilt der Anbieter dem Kunden dies ebenfalls unverzüglich in der Auftragsbestätigung mit.
(4) Lieferbeschränkungen: Der Anbieter liefert nur an Kunden, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Rechnungsadresse) in einem der nachfolgenden Länder haben und im selben Land eine Lieferadresse angeben können: Deutschland.
§ 4 Eigentumsvorbehalt
Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben die gelieferten Waren im Eigentum des Anbieters.
§ 5 Preise und Versandkosten
(1) Alle Preise, die auf der Website des Anbieters angegeben sind, verstehen sich einschließlich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die entsprechenden Versandkosten werden dem Kunden im Bestellformular angegeben und sind vom Kunden zu tragen, soweit der Kunde nicht von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht. Ab einem Warenbestellwert von 250 EUR liefert der Anbieter an den Kunden versandkostenfrei.
(3) Der Versand der Ware erfolgt per Postversand. Das Versandrisiko trägt der Anbieter, wenn der Kunde Verbraucher ist.
(4) Der Kunde hat im Falle eines Widerrufs die unmittelbaren Kosten der Rücksendung zu tragen.
§ 6 Zahlungsmodalitäten
(1) Der Kunde kann die Zahlung per Kreditkarte, PayPal, auf Rechnung mit Klarna oder per Sofortüberweisung vornehmen. Weitere Informationen zu den Zahlungsdienstanbietern finden Sie in unserer Datenschutzerklärung unter https://cherpierre.de/policies/privacy-policy.
(2) Der Kunde kann die in seinem Nutzerkonto gespeicherte Zahlungsart jederzeit ändern.
(3) Die Zahlung des Kaufpreises ist unmittelbar mit Vertragsschluss fällig. Ist die Fälligkeit der Zahlung nach dem Kalender bestimmt, so kommt der Kunde bereits durch Versäumung des Termins in Verzug. Im Verzugsfall hat der Kunde, wenn er Verbraucher ist, Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu zahlen (§ 288 Abs. 1 BGB). Ist der Kunde Unternehmer, betragen die Verzugszinsen für Entgeltforderungen 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB); daneben schuldet er die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB in Höhe von 40 EUR, die auf einen geschuldeten Schadensersatz anzurechnen ist, soweit der Schaden in Kosten der Rechtsverfolgung begründet ist.
(4) Die Verpflichtung des Kunden zur Zahlung von Verzugszinsen schließt die Geltendmachung weiterer Verzugsschäden durch den Anbieter nicht aus.
§ 7 Sachmängelgewährleistung, Garantie
(1) Der Anbieter haftet für Sachmängel nach den hierfür geltenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere §§ 434 ff. BGB. Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist auf vom Anbieter gelieferte Sachen 12 Monate.
(2) Eine zusätzliche Garantie besteht bei den vom Anbieter gelieferten Waren nur, wenn diese ausdrücklich in der Auftragsbestätigung zu dem jeweiligen Artikel abgegeben wurde.
§ 8 Haftung
(1) Ansprüche des Kunden auf Schadensersatz sind ausgeschlossen. Hiervon ausgenommen sind Schadensersatzansprüche des Kunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) sowie die Haftung für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung zur Erreichung des Ziels des Vertrags notwendig ist.
(2) Bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, wenn dieser einfach fahrlässig verursacht wurde, es sei denn, es handelt sich um Schadensersatzansprüche des Kunden aus einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(3) Die Einschränkungen der Abs. 1 und 2 gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters, wenn Ansprüche direkt gegen diese geltend gemacht werden.
(4) Die sich aus Abs. 1 und 2 ergebenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit der Anbieter den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat. Das gleiche gilt, soweit der Anbieter und der Kunde eine Vereinbarung über die Beschaffenheit der Sache getroffen haben. Die Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.
§ 9 Besondere Bedingungen für verderbliche Waren (Trüffel & verarbeitete Trüffelprodukte)
(1) Dieser § 9 gilt zusätzlich für (a) frische, unverarbeitete Trüffel (verderbliche Ware) sowie (b) verarbeitete Trüffelprodukte (z. B. Trüffelbutter, Öle, Pasten).
(2) Trüffel sind Naturprodukte. Handelsübliche Abweichungen in Größe, Form, Farbe, Aromenintensität, Oberflächenstruktur und Feuchtegehalt sowie geringfügige Gewichtsabweichungen gelten nicht als Mangel, sofern die Ware insgesamt der vertraglich vereinbarten Qualität/Klasse entspricht. Gewichtsangaben sind – soweit nicht ausdrücklich als Fixgewicht ausgewiesen – Ca.-Angaben im handelsüblichen Rahmen.
(3) Frische Trüffel und sonstige kühlpflichtige/verderbliche Waren werden mit angemessenen Kühlmitteln (z. B. Coolpacks) und je nach Produkt per Express-/Kühlversand versandt. Der Kunde wird über den voraussichtlichen Zustellzeitraum informiert und hat die Annahme sicherzustellen (z. B. persönliche Entgegennahme, Empfangsvollmacht/Abstellgenehmigung mit geeigneter Kühlmöglichkeit). Kommt es im mitgeteilten Zustellzeitraum aus Gründen in der Sphäre des Kunden zu keiner Übergabe, gerät der Kunde in Annahmeverzug; der Anbieter ist berechtigt, eine erneute Zustellung gegen Erstattung der hierfür anfallenden zusätzlichen Kosten zu veranlassen. Ist eine erneute Zustellung wegen Verderbnis nicht zumutbar oder unmöglich, kann der Anbieter – nach den gesetzlichen Voraussetzungen – vom Vertrag zurücktreten; bereits geleistete Zahlungen werden nicht erstattet. Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
(4) Bei Verträgen mit Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung grundsätzlich erst mit Übergabe der Ware an den Kunden über; abweichend geht die Gefahr bereits mit Übergabe an den Transporteur über, wenn der Verbraucher den Transporteur eigenständig ausgewählt und beauftragt hat, ohne dass der Anbieter diesen vorgeschlagen hat. Bei Verträgen mit Unternehmern geht die Gefahr mit Übergabe der Ware an den Transporteur über. Nach Übergabe ist der Kunde verpflichtet, die in den Produkt- und Verpackungshinweisen angegebenen Lager-/Kühltemperaturen einzuhalten und die Ware zeitnah zu verzehren (bei MHD-Ware bis zum angegebenen Datum). Für Qualitätsverschlechterungen nach Gefahrübergang, die auf nicht sachgerechte Lagerung oder Verwendung zurückzuführen sind, haftet der Anbieter nicht; zwingende gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
(5) Der Kunde hat verderbliche Ware unverzüglich nach Zustellung auf offensichtliche Transportschäden, Temperaturabweichungen oder Frischemängel zu prüfen und solche möglichst binnen 24 Stunden ab Zustellung in Textform (E-Mail) unter Beifügung aussagekräftiger Fotos zu melden. Diese Mitwirkung ermöglicht eine schnelle Klärung gegenüber dem Transportdienstleister. Gesetzliche Mängelrechte bleiben unberührt.
(6) Für frische, schnell verderbliche Trüffel besteht kein Widerrufsrecht (Ausschlussgrund § 312g Abs. 2 Nr. 2 BGB). Für versiegelte verarbeitete Trüffelprodukte, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, entfällt das Widerrufsrecht nach Öffnung/Entsiegelung (§ 312g Abs. 2 Nr. 3 BGB). Wurden Waren nach der Lieferung untrennbar mit anderen Gütern vermischt/verbunden, ist ein Widerruf ebenfalls ausgeschlossen (§ 312g Abs. 2 Nr. 4 BGB).
(7) Sofern verarbeitete Trüffelprodukte mit kurz bevorstehendem MHD („Kurzläufer“) angeboten werden, wird hierauf deutlich hingewiesen. Ein bloß kurzer Resthaltbarkeitszeitraum bei Lieferung allein schließt das Widerrufsrecht nicht aus.
(8) Soweit Trüffel als Gewichtsware (Preis/100 g o. ä.) angeboten werden, erfolgt die Berechnung nach der im Shop ausgewiesenen Mengeneinheit. Geringfügige Abweichungen innerhalb handelsüblicher Toleranzen gelten als vertragsgemäß.
(9) Angaben zu Qualitätsklassen, Herkunftsregionen, Saison/Jahrgang beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der Ernte/Verpackung vorliegenden Informationen und können natürlich schwanken. Solche Schwankungen stellen keinen Mangel dar, sofern die vereinbarte Qualitätsstufe eingehalten ist.
§ 10 Besondere Bedingungen für Events (Tickets & Gruppenbuchungen)
(1) Dieser § 10 gilt für (a) Tickets zu auf der Website angekündigten, termingebundenen Events (z. B. Trüffeljagden, Tastings, Workshops, Führungen) und (b) Gruppen-Events zu einem vom Kunden auswählbaren Termin nach Verfügbarkeit.
(2) Die Buchung von Event-Leistungen richtet sich grundsätzlich nach § 2. Mit Zugang der Auftragsbestätigung/Ticketbereitstellung kommt der Vertrag über die Teilnahme am jeweiligen Event zustande. Der Anbieter kann die Ticketanzahl je Erwerber begrenzen und bestimmte Bestellarten einzelnen Kundengruppen vorbehalten.
(3) Leistungsinhalt, Ort, Datum/Uhrzeit, Dauer, enthaltene Leistungen (z. B. Verkostungen), Mindest-/Höchstteilnehmerzahl, Sprachen sowie sonstige Teilnahmevoraussetzungen (z. B. Altersgrenzen, gesundheitliche Voraussetzungen, Allergie-/Unverträglichkeitshinweise) ergeben sich aus der jeweiligen Eventbeschreibung. Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter vorab über Allergien/Unverträglichkeiten zu informieren; die Eigenverantwortung des Kunden bleibt unberührt.
(4) Anweisungen des Event-Personals und die Hausordnung am Veranstaltungsort sind zu beachten; der Anbieter kann Sicherheits- oder Hygieneregeln vorgeben und deren Einhaltung überprüfen; bei Verstößen kann der Zutritt verweigert bzw. ein Verweis erfolgen.
(5) Der Kunde kann die Buchung eines termingebundenen Tickets oder Gruppen-Events jederzeit vor Veranstaltungsbeginn stornieren (kündigen). Die Stornierung bedarf der Textform (z. B. E-Mail an info@cherpierre.de); maßgeblich ist der Zugang der Erklärung beim Anbieter. Im Fall der Stornierung ist der Anbieter berechtigt, folgende pauschalierte Vergütung zu verlangen:
- a) bei Zugang bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 30 % des Buchungspreises,
- b) bei Zugang vom 13. bis zum 7. Tag vor Veranstaltungsbeginn: 50 % des Buchungspreises,
- c) bei Zugang vom 6. bis zum 3. Tag vor Veranstaltungsbeginn: 70 % des Buchungspreises,
- d) bei Zugang ab dem 2. Tag vor Veranstaltungsbeginn sowie bei Nichterscheinen ohne vorherige Stornierung (No-Show): 90 % des Buchungspreises.
Die Pauschalen tragen den bis zum jeweiligen Zeitpunkt ersparten Aufwendungen des Anbieters – insbesondere für Frischware, Verkostung und Personal – sowie der Möglichkeit einer anderweitigen Vergabe der Plätze Rechnung. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Vergütungsanspruch zusteht – etwa weil die Plätze anderweitig vergeben werden konnten oder höhere Aufwendungen erspart wurden. Dem Anbieter bleibt vorbehalten, anstelle der Pauschale den ihm nach den gesetzlichen Vorschriften zustehenden Anspruch (Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen und anderweitigen Erwerbs, §§ 615, 648 BGB) konkret abzurechnen. Umbuchungen auf einen anderen Termin sind nach Verfügbarkeit möglich; bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn ist eine Umbuchung einmalig kostenfrei. Das Recht des Kunden, einen Ersatzteilnehmer zu stellen (Abs. 8), bleibt unberührt.
(6) Für termingebundene Event-Leistungen handelt es sich um Freizeitveranstaltungen i. S. v. § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB; ein Widerrufsrecht besteht nicht. Das Stornierungsrecht nach Abs. 5 bleibt hiervon unberührt.
(7) Der Anbieter ist berechtigt, Events bei triftigem Grund (z. B. Erkrankung von Referenten, behördliche Auflagen, Sicherheitsgründe, Unwetter, Unterschreiten der Mindestteilnehmerzahl) zeitlich oder örtlich zu verlegen, das Programm in zumutbarem Umfang anzupassen oder Ersatztermine anzubieten. Tickets behalten ihre Gültigkeit für den Ersatztermin; ist dem Kunden die Teilnahme am Ersatztermin nicht zumutbar, kann er kostenfrei auf einen anderen Termin umbuchen oder Erstattung des vollen Ticketpreises verlangen. Wird ein Event ersatzlos abgesagt, erstattet der Anbieter bereits geleistete Zahlungen vollständig. Weitergehende gesetzliche Ansprüche des Kunden richten sich nach § 8.
(8) Sofern in der Eventbeschreibung nicht ausgeschlossen, können Tickets personenneutral auf Ersatzteilnehmer übertragen werden; etwaige Voraussetzungen (z. B. Altersgrenze) müssen erfüllt sein. Der Anbieter kann zum Identitäts-/Berechtigungsnachweis geeignete Belege verlangen.
(9) Für Event-Gutscheine gelten ergänzend die Regelungen in § 11.
§ 11 Gutscheine
(1) Der Anbieter kann Gutscheine anbieten, die zum Bezug von Waren oder zur Teilnahme an Events berechtigen, ohne dass bereits ein verbindlicher Veranstaltungstermin festgelegt ist (nachfolgend „Gutscheine“).
(2) Verbrauchern steht beim Erwerb eines Gutscheins das gesetzliche Widerrufsrecht zu (siehe Widerrufsbelehrung unter https://cherpierre.de/policies/refund-policy). Mit der verbindlichen Buchung eines Termins für eine Freizeitveranstaltung unter Einlösung des Gutscheins kommt der Vertrag über die Teilnahme am Event zustande; für diesen besteht kein Widerrufsrecht (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB).
(3) Gutscheine sind ab Ausstellung drei Jahre gültig, gerechnet ab dem Schluss des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde (vgl. §§ 195, 199 BGB), soweit auf dem Gutschein keine längere Gültigkeit ausgewiesen ist. Nach Ablauf der Gültigkeit ist die Einlösung ausgeschlossen; gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.
(4) Gutscheine sind übertragbar, soweit sie nicht personalisiert sind. Eine Barauszahlung des Gutscheinwerts oder eines Restguthabens ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(5) Löst der Kunde einen Gutschein durch verbindliche Buchung eines Termins ein, gelten für Durchführung, Stornierung und Umbuchung die Regelungen des § 10.
(6) Erwirbt der Kunde einen Gutschein oder ein Erlebnis über einen Kooperationspartner des Anbieters (z. B. eine Erlebnisplattform), richtet sich der Gutscheinerwerb nach den Bedingungen des Kooperationspartners. Mit der verbindlichen Terminbuchung beim Anbieter kommt der Vertrag über die Teilnahme am Event unmittelbar mit dem Anbieter zustande; hierfür gelten diese AGB, insbesondere § 10.
Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten zu Bedingungen, Fristen und Verfahren des Widerrufs, die Ausnahmen vom Widerrufsrecht (§ 312g Abs. 2 BGB) sowie das Muster-Widerrufsformular ergeben sich aus unserer Widerrufsbelehrung, abrufbar unter https://cherpierre.de/policies/refund-policy. Sie können Ihr Widerrufsrecht auch online über die Widerrufsfunktion unter https://cherpierre.de/pages/vertrag-widerrufen ausüben.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Auf Verträge zwischen dem Anbieter und den Kunden findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung. Die gesetzlichen Vorschriften zur Beschränkung der Rechtswahl und zur Anwendbarkeit zwingender Vorschriften insbes. des Staates, in dem der Kunde als Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
(2) Sofern es sich beim Kunden um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder um ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen zwischen dem Kunden und dem Anbieter der Sitz des Anbieters.
(3) Der Vertrag bleibt auch bei rechtlicher Unwirksamkeit einzelner Punkte in seinen übrigen Teilen verbindlich. Anstelle der unwirksamen Punkte treten, soweit vorhanden, die gesetzlichen Vorschriften. Soweit dies für eine Vertragspartei eine unzumutbare Härte darstellen würde, wird der Vertrag jedoch im Ganzen unwirksam.